Al Andaluz
Dieser Reisebericht schildert die Region von Cabo de Gata ( der Begriff leitet sich von vulkanischem Achat ab ), den Weg zur Bergstadt Nijar, Almeria mit der Festung Alcazaba, die Alhambra bei Granada und die "Weissen Dörfer" der Sierra Nevada.
Parque Natural de Cabo de Gata - die südöstliche Spitze des Spanischen Festlandes. In den Salinas, den Nehrungsseen, wird heute noch Salz gewonnen.
Am Meer kann es ganz schön stürmen, obwohl der Wind landseitig bläst.
Auf dem Weg nach Nijar geht es zuerst an endlosen Plastik-Gewächshäusern ( invernaderos ) vorbei, dort werden die Tomaten für den Norden Europas angebaut. Obwohl die Region die trockenste von ganz Spanien ist, gibt es hin und wieder Quellen in den Bergen. Hier die Ruta del Agua hoch nach Huebro.
Das Quellwasser von Huebro ist wunderbar weich und bei Feinschmeckern beliebt.
Bei Rodalquilar steht eine längst verlassene Goldmine mit einer eigentümlichen Stimmung, wie auf einem fremden Planeten.

Vom Strand des Cabo de Gata aus sehen wir abends die Lichter von Almeria, dem "Spiegel des Meeres".
Als das andalusische Kalifat im 11. Jahrhundert in Kleinkönigreiche zerfallen war, herrschte Jayrán Al Amiri in Almeria. Er baute Zisternen und beschützte die Stadt mit dem Ausbau der Festung Alcazaba hoch über der Stadt.
Der einstige Garten der riesigen Burganlage wir heute auch für Konzerte und Festivitäten genutzt.
Klassizismus und Moderne reihen sich in der quirligen Stadt eng und stimmig zusammen. ( Puerta de Purchena )
Die Rambla de Belén von Almeria durchzieht die Stadt als inneren Park und geben dieser wunderbar Platz, Luft und Licht.
In der Markthalle präsentieren sich die Hiberico-Schweinekeulen, dem weltberühmten "Jamon" von schwarzen Schweinen.
Die Stadt ist eine Hochburg der "Tapas-Kultur"; zu jedem Getränk wird eine Kleinigkeit gratis zum Essen angeboten.
Den Freunden der Meeresfrüchte läuft im Fischmarkt das Wasser im Munde zusammen; hier wird die Delikatesse roter Thun fein geschnitten. Aber auch andere Fischsorten, Meeresfrüchte und Muscheln, sowie Oktopus werden angeboten.
Die "Cable Inglés" ist eine ehemalige Verladerampe am Hafen und zeugt vom einst wichtigen Mineralienhandel.
Die Alhambra in Granada ist das Symbol des maurischen Spaniens schlechthin, denn bis 1492 war sie die Zentrale des islamischen Reiches Al Andaluz. Die Stadt mit ihrem maurischen Märchenpalast liegt 660 bis 780 Meter hoch und war im März noch tief in Nebel gehüllt. In den umliegenden Bergen der Sierra Nevada hat es um die Null Grad frisch geschneit.
"Fein wie Spitze sehen die Steinmetzarbeiten an den Laubengängen rund um den Löwenhof aus. Eine vollkommen schwerelos wirkende Architektur, die Übergänge zwischen innen und aussen werden fliessend." (Dumont Reisetagebuch, Maria Anna Hälker)
Nicht Bilder sondern überschwengliche Struktur in den Fassaden und Decken verzieren die Räumlichkeiten.
Der Orangengarten mit dem überall fliessenden Wasser aus Brunnen geben eine ganz eigene märchenhafte Stimmung wider.
Eine fast exotische Stimmung liegt in den Gärten der Alhambra, die von der Welt weit entrückt erscheint.
Während Granada völlig in Nebel getaucht war, sind die "Weissen Dörfer" frei und es scheint schon eine warme Sonne; doch oben hat es geschneit. Der weiter östlich gelegene Mulhacén ist mit 3482m Spaniens höchster Festlandsberg. In diesen Dörfern haben sich bis 1609 die letzten Mauren zurückgezogen. Der Schornstein mit Hut ist deren Markenzeichen.

Capileira lädt ein zu ausgedehnten Wanderungen.

An den Südhängen der Sierra Nevada schwirren die Bienen um die blühenden Mandelbäume.
Tossende Brandung umspült die spitzen Nadeln der Felsen um den Faro de Cabo de Gata.
Nur wenige einflussreiche Menschen haben sich hier ihre Feriendomizile im Naturschutzpark erstellen können.
Vom Leuchtturm geht die Strasse zur Bucht von Almeria und Gabo de Gata.
In diesen Holzhäusern lebten die Arbeiter der Salinas.
Sogar eine Kirche gibt es für die Arbeiter der Salinas.
Nahe Almeria, in La Canada de San Urbano, lebt der berühmte Gitarrenbauer Juan Miguel Gonzalez.
Am Strand von "Virgen del Mar" wurde eine weibliche Bugfigur eines Segelschiffes angesplühlt; dorthin wallfahren jährlich Gläubige aus Almeria.
Wellengang bei Virgen del Mar.
Gitarrenkonzert mit Berni an der Promenade von Cabo de Gata am Abend.
