Der Mahlberg bei Malsch Völkersbach ist mit seinen 613,5 Metern Höhe der höchste Punkt im Landkreis Karlsruhe. Der Turm ist nochmal 28,5 Meter hoch. Auf 160 Treppenstufen gelangen wir auf eine Plattform, von der sich uns ein sehr schöner Ausblick auf die Hornisgrinde, das Murgtal, in die Rheinebene, bis zu den Vogesen und in die Pfalz erstreckt.
Am 7. Juni 1896 wurde der Grundstein für den Aussichtsturm „Karlsruher Turm“ gelegt. Nach nur vier Monaten Bauzeit, am 11. Oktober 1896 fand die Einweihung statt.
Blick über Freiolsheim ins Rheintal
Blick ins Rheintal und den Eingang ins Murgtal
Und hier im Winter ins Murgtal
Südlich von Malsch, Richtung Muggensturm, links auf halber Höhe, gibt es mehrere Klammen. Die grössten davon sind:
die kleine Münchwingertklamm, die Aspenklamm und die Heckelbachklamm. Die Münchwingertklamm und der Hohlweg Klausenheck bzw. Bruchweg werden als landwirtschaftlicher Fahrweg genutzt. Die Klammen sind enge Geländeeinschnitte, oft ohne Bach, also ohne eine Wasserführung. Diese sind geologisch selten, und für Malsch etwas besonderes, auch verwunschenes und die letzteren kaum zugänglich. In den 80er Jahren gab es Bestrebungen die Klammen aufzufüllen. Auf Initiative des Umweltschutz-vereins wurden sie gesäubert und als "Flächenhafte Naturdenkmale" unter Schutz gestellt. Als Rückzugsgebiete für Wild sollten sie nicht betreten werden. Nur die erstere wird als Fahrweg benutzt und kann bewandert werden.
Zwischen Germen und Glöcklesberg zieht sich die Aspenklamm in den Klingenwald wo es noch weitere Klammen gibt.
Die Aspenklamm ist steil und durch umgefallenes Holz kaum begehbar, deshalb für Wild als Rückzugsort gerne genutzt.
Die Heckelbachklamm ist die grösste und längste der Klammen, und führt auch einen Bach.
Zum Hochwasserschutz kam die Idee auf, sie unterirdisch von WPW her anzubohren und als Abwasserkanal zu nutzen. !?
Der "Pfad", die Direttissima von Malsch nach Völkersbach, ist eine sportliche Herausforderung. Die Steigung nach dem Saumweg ist beachtlich und eine Leistung auch für geübte Wanderer mit "Kondition" und geeignetem Schuhwerk. Ein Abstecher zum Aussichtspunkt "Malschauen" zeigt ein wunderbares Panorama ins Rheintal über die Pfalz bis hin zum Elsass und lädt ein zum kurz verweilen. Aber der "Pfad" hat für Malsch auch eine historische Bedeutung: Hier haben z.B. die Vorfahren der jüdischen Familie Maier, wie im Buch dokumentiert, die Stoffreste transportiert, die sie von den Schneidern in den Höhendörfern eingesammelt haben. Viele Familien der Höhendörfer haben in den vergangenen Jahrhunderten, vor allem im Winter, Uniformen für Post, Bahn und Polizei genäht. ( im Folgenden Bilder von der Pfadwanderung 2024 )
ein Abstecher zum Aussichtspunkt "Malschauen"
"Schwarzwaldwerk Mauterer" - Der LOST PLACE von Malsch -
Wer Waldprechtsweier verlässt und weiter in das Tal kommt, sieht auf der linken Seite das verfallene Fabrikgebäude der Firma Mauterer, die eine umfangreiche und interessante Geschichte hinterlässt.
Bis zu 90 Mitarbeiter waren zeitweise in den 60er Jahren im Schwarzwaldwerk Mauterer beschäftigt.
mehr Details auf der Seite der Heimatfreunde Malsch:
Die Waldhausschule ist eine Grund- und Werkrealschule mit Förderschwerpunkt Lernen an der Jugendhilfeeinrichtung Waldhaus. Sie bietet auch einen Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (ESENT) an.
Als Träger der Einrichtung
Waldhaus – Jugendhilfe und Schule sorgt der Verein dafür, dass am Kaufmannsbrunnen Jungen zwischen 6 und 16 Jahren eine ganzheitliche Bildung erfahren können. Seit 1950 setzen sich die Mitglieder des Vereins für die Arbeit im Waldhaus in Malsch ein.
Als ehemals anthroposophische Einrichtung hatte das Waldhaus einen Friedhof für die ehemaligen Lehrerinnen und Mitarbeiter.
Nach dem Dunkel kommt das Licht
Die Stadtmühle mit Mühlenplatz
Malsch war schon immer ein Mühlendorf. Es gab mehrere Getreidemühlen, aber auch eine Ölmühle. Die letzte vorhandene Mühle ist die sogenannte Stadtmühle am Mühlenplatz; und diese funktioniert auch noch!
Wenn das Mühlenrad sich dreht, wird auch Strom erzeugt.
„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp.“
Das Lied ist eines von vielen Liedern über Mühlen. Die Römer brachten die Technik der Wassermühlen mit nach Deutschland. Mit der Kraft des Wassers wurden unter- bzw. oberschlächtige Wasserräder angetrieben. Sie wurden nicht allein dazu genutzt, um Korn zu mahlen, sondern auch andere Maschinen wie Schrotmühlen, Aufzüge und Sägen anzutreiben. Später ersetzten leistungsstärkere Turbinen die hölzernen oder eisernen Wasserräder.
Die ehemaligen Wohnräume der Müllersfamilie werden heute von der Volkshochschule und als musikalische Schulungsräume genutzt. Auch Vereine tagen dort. ... siehe weitere Details auf der homepage des CulturClubMalsch
https://www.culturclubmalsch.de/stadtmühle
Der Mühlenbrunnen auf dem Mühlenplatz
In einem Brief vom 1470 wird zum ersten mal eine Mühle in Malsch erwähnt
1511 erste urkundliche Erwähnung der einst am offenen Waldprechtsbach stehenden Stadtmühle
Früher sind die Bauernjungen so früh aufgestanden, da das Gras noch nass und somit gut zu mähen war!